Undank ist der Welt Lohn

Ein Sprichwort sagt, dass jemand, dem Du mal geholfen hast, sich an Dich erinnern wird, wenn er wieder Hilfe braucht. Und wenn Du dann ablehnst, bist Du noch der Böse. Das kenne ich und rechne inzwischen schon damit, dass es so kommen könnte. Dieses Mal wollte ich aber nicht so lange warten und war einfach heute schon böse…

Die folgende Geschichte ist wahr und spiegelt meine Erlebnisse wider, ich habe nur zum Schutz der Privatsphäre einige Namen geändert.

Es ist die Geschichte von Inka und Maik. Inka hatte ich ein Jahr vorher beim Frisör kennen gelernt. Wir schrieben ab und zu mal eine SMS hin oder her, sonst war da kein weiterer Kontakt. Sie hatte mir von ihrem Freund erzählt und davon, dass er einen älteren Lastwagen hätte. Also alles oberflächliches Geplänkel.

Vor etwa zwei Wochen kam eine SMS, ob ich ihrem Freund beim Umzug helfen könnte. Ich musste in dieser Woche arbeiten und hatte keinen Bock, nach der Schufterei noch mehr zu schuften. Sollte natürlich auch alles hoppladihopp schnell schnell sein. Ich schrieb ihr das, dass ich arbeiten müsste und das alles ziemlich kurzfristig wäre. Okay, verstand sie.

Letzte Woche Freitag mittags klingelte dann mein Telefon, Inka war dran. Ziemlich aufgelöst berichtete sie mir, dass alle Sachen aus dem Haus ihres Freundes vor dem Haus auf der Wiese stünden und ob ich Zeit und einen LKW hätte, um das Zeug weg zu fahren. LKW nö, aber ich war die Woche nicht arbeiten und hatte Zeit. Leider war es richtig heiß, also kein Möbelschleppwetter. Doch Inka kam mir zuvor und sagte, dass sie erst gegen 19 Uhr wieder loslegen würden, wenn es etwas kühler wurde. Für kurz vorher hatte ich selber einen Helfer „eingeladen“, mir etwas beim Halle umräumen zu helfen. Ich meinte also, dass ich käme, sobald wir hier fertig wären. Ihr Freund sollte schon mal einen LKW organisieren. OK.

Bei meinem Eintreffen um 19:30 Uhr lernte ich erstmal den Freund kennen. Maik hieß er und er war mir gleich sympathisch. Ich entdeckte in der zweiten Einfahrt einen Düdo mit Kofferaufbau. Ein 407D, also echt untermotorisiert und nur wenig belastbar. Noch dazu in erbärmlichem Zustand. Machbar, aber viel Arbeit. Untenrum sah er gut aus, aber das Fahrerhaus blühte überall braun. Egal, das Ding hatte jetzt keine Priorität. Wir gingen in die andere Einfahrt, in der ein voll geladener Container vor der Haustür stand. Beim Blick in den Garten traf mich fast der Schlag. Alles stand voll mit Kartons, großen Müllsäcken und losem Kram. Inka und Maik erzählten mir von den bösen Hausbesitzern, die einfach so mit einem Entrümpler aufgetaucht waren, zusammen das Haus in den Garten leerten und ihnen dann die Haustürschlüssel abnahmen. So sieht das halt immer aus, wenn man nur eine Seite einer Geschichte hört. Jetzt ziehe ich mir meine Hosen natürlich nicht mit einer Kneifzange an. Dass Maik die Miete nicht mehr hatte bezahlen können, gab er ja auch offen zu. Dass die letzte Zahlung schon eine Weile her und der Auszugstermin ebenfalls verstrichen war, lag aufgrund des Datums mitten im Monat nahe. Doch ich war ja nicht gekommen um zu urteilen, sondern um zu helfen. Das Kind war schließlich schon in den Brunnen gefallen.

Das war nicht mein erster Umzug und so versuchte ich mich mit der Logistik im LKW. Maik und ich brachten gut stapelbare Kartons und Inka sollte sie vorne aufschichten. Schwerere nach unten, leichtere nach oben. Trotzdem verlief zunächst alles total unkoordiniert. Es war auch schwer, die schmalen verbliebenen Gänge im Garten mit Kartons zu begehen. Selbst ohne Beladung musste man geradezu balancieren. Inka ordnete derweil zu viele Kartons der Kategorie „schwer“ zu und so war irgendwann einfach der Boden des LKW so weit bedeckt, dass man nicht mehr stapeln konnte. Am Ende war mein Job wieder mal „Mädchen für alles“. Ich stapelte und holte Kartons und sorgte für lückenlose Schichtung. Auf die Kisten drauf kamen immer noch lose Sachen mit wenig Gewicht. Zum Glück hatte ich von meiner Liegeradholung noch ein paar Spanngurte im Corsa liegen, so konnten wir die wenigen Möbelteile hinten an der Seite festschnallen. Außer einem Sessel und ein paar einzelnen Stühlen waren praktisch keine Möbel dabei. Das wunderte mich etwas, aber es war mir egal wie jemand wohnte. Nach 5,5 Stunden war der LKW voll und unsere Akkus total leer. Damit war mein Job erledigt. Ich hörte mir nochmals an, wie gemein doch die Vermieter gewesen und wie dankbar Maik und Inka mir wären. Ja ja, passt schon.

Zuhause ging mir der Düdo nicht mehr aus dem Kopf. Verständlicherweise wollten die Hauseigentümer das Grundstück leer haben. Wenn das mein Grundstück wäre, würde ich den Schrottler anrufen, damit der den Schrotthaufen aus meinem Hof zerrt und mitnimmt. Jetzt war es nicht mein Grundstück und auch nicht mein Wagen, auch nicht mein Krempel, den Inka und Maik dort eingeladen hatten. Doch der arme Düdo konnte ja auch nichts dafür… So schrieb ich Inka, dass man den Düdo so schnell wie möglich aus der Einfahrt bekommen solle, bevor dem etwas zustieße.

Am nächsten Morgen schrieb ich Maik, schnappte ich mir eine Batterie, einen Kanister Diesel, etwas Werkzeug, ein Überbrückungskabel und ein Abschleppseil, lud alles in den Corsa und düste zum Düdo. So eine Düdotür beschädigungsfrei zu knacken war kein Problem. Ich prüfte Öl und Wasser, alles gut. Ich tauschte die leere Batterie gegen meine mitgebrachte aus. Nach über 3 Jahren Standzeit waren sicher die Schmierstellen im Motor nicht mehr bestens versorgt, aber das konnte ich nicht ändern. Die Einfahrt ging dummerweise abschüssig, die Handbremse war gezogen, Holzklötze lagen unter den Rädern und der Rückwärtsgang war eingelegt. Trotz getretener Kupplung konnte ich den Gang nicht raus machen. Kupplung festgebacken? Mir war das Risiko zu groß, mit Anlauf unten in die Garage einzuschlagen. Der Gang musste raus. In diesem Moment kam Maik mit dem Umzugslaster an. Ich rauchte eine Zigarette und wir sprachen etwas über den Düdo und unsere körperlichen Verfassungen nach dem gestrigen Abend. Inka war unbrauchbar zuhause geblieben, Maik musste den LKW heute noch leer bekommen, weil er ihn am nächsten Tag abgeben musste. Mir ging „Motor drehen“ durch den Kopf, ich schnappte mir eine Decke aus dem Corsa und legte mich vorne unter den Düdo. So einen großen Schlüssel für die Kurbelwellenschraube hatte ich nicht dabei, aber der Motor hatte einen starren Lüfter. Cool! So konnte ich den Motor etwas drehen, das Getriebe entlasten und in den Leerlauf schalten. Gut vorgeglüht, dann Startversuch – lief. Als hätte man ihn vor drei Tagen erst geparkt. Wir ließen den Motor etwas laufen. Dann der Fahrversuch. Gang rein, die etwas schwergängige Handbremse gelöst und Abfahrt. Wie geil! Ich fuhr zwei Meter vor, Maik nahm die Holzklötze raus, dann fuhr ich auf den Parkplatz vor dem Haus. Maik war glücklich und ich auch sehr zufrieden.

Und wieder wäre mein „Job“ hier erledigt gewesen. Doch ich wusste ja, dass der LKW leer werden musste und Maik damit alleine dastand. So kam es dann, dass wir uns zusammen auf den Weg zur neuen Behausung machten.

Auf der Fahrt redeten wir viel. Unter anderem, dass der Düdo abzugeben wäre. Und ein Jaguar XJ6, an dem ich allerdings kein Interesse hatte. Der Düdo wäre trotz des schwachen Motors und der vielen Schweißarbeit für mich interessant gewesen, da mein Corsa nur noch zwei Wochen TÜV hatte und ich im Düdo besser irgendwelches Material für meinen Kofferbau holen könnte als mit einem PKW. Auf der anderen Seite war es eine weitere Großbaustelle, was mir daran nicht so recht behagte. Egal, aktuell war es ja sowieso noch nicht spruchreif. Erst musste der LKW leer werden.

Als wir das „neue“ Haus erreicht hatten, führte mich Maik erstmal da durch. Und jetzt staunte ich erst recht. Ein riesiges Haus, also wirklich riesig. Das ist mal eine Gaststätte mit Pension gewesen. Mit zwei riesigen Bewirtungsräumen, vielen Zimmern und einem großen Keller darunter. Die Räumlichkeiten an sich waren es aber nicht, die mich in solches Staunen versetzten. Vielmehr die Tatsache, dass da drin alles voll gestellt war mit ebensolchem Krempel, der sich nun im LKW befand. Gut, hier standen auch ein paar Möbel dazwischen, aber im wahrsten Sinne tonnenweise Kisten, Kartons und Klumpatsch den die Welt nicht braucht. Sowas hatte ich noch nie live gesehen, sondern bisher nur in verschiedenen Videos auf Youtube, wo dann auch irgendwann die Entrümpelungstrupps auftauchten und die Leute von ihrem ganzen Schrott befreiten. Maik hat das ganze immer als „Ware“ bezeichnet, die er verkaufen wollte. Ja du meine Fresse – wann denn??? Und AN WEN??? Und WARUM NICHT FRÜHER??? Er hatte vor seinem Rauswurf aus dem Haus schon ein paar Ladungen mit gemieteten 3,5 Tonnern hier her geschafft, erfuhr ich jetzt. DESWEGEN waren bei dem jetzigen Scheiß keine Möbel dabei. Ja der Wahnsinn!!! Wenn das der Hausbesitzer sieht, fliegt Maik dort auch gleich wieder raus…!

Ich hatte keine Ahnung, wo die jetzige Fuhre überhaupt noch hin sollte. Maik aber auch nicht, immerhin. Völlig sinnfrei. Aber egal, er konnte den LKW ja nicht gefüllt zum Vermieter zurück bringen, also musste hier und jetzt alles raus. Meine Bedingung war gewesen, dass ich in dieser Nacht wieder zuhause sein musste, weil ich am nächsten Tag Besuch bekam, den ich nicht hätte umterminieren können. Wir räumten und räumten und räumten. In die Gaststuben, die Gästezimmer, den Keller, die Nebengebäude – soweit zugänglich. Für verschiedene Müllsäcke mit „Waren“ legten wir eine große Plane auf die Wiese und stapelten dort. Ich betete dass das Wetter wenigstens hielt. (Erfolgreich!) Zum Schluss kamen die etwa 150-200 Kartons und die bleischwere Schreibtischplatte. Die Kartons kamen in einen erstaunlich leeren Kellerraum, der über ein zweites Treppenhaus erreichbar war. Nach oben hätte man das Treppenhaus nicht mehr benutzen können, weil da sowieso schon alles voll stand. Als der Kellerraum voll war, ging es im Gang und auf der Treppe zur Haustür weiter. Die letzten Reste kamen ins ehemalige Getränkelager, das ebenfalls nur noch durch die Außentür erreichbar war. Wahnsinn! – Hatte ich das schon erwähnt? Wir bekamen tatsächlich irgendwie alles unter. Über die inzwischen zwei Planen im Garten spannten wir weitere Planen als notdürftigen Regenschutz. Das Haus wurde verrammelt und wir fuhren wieder Richtung Corsa.

Wieder unterhielten wir uns auf der Fahrt. Ich erzählte Maik, wie glücklich ich im Nachhinein war, dass ich mich bei meiner Werkstattauflösung von so viel Scheißdreck trennen musste. Klar, ich hatte das Zeug auch alles mal als Wert angesehen. Es brachte auch viel Geld beim Verkauf, obwohl ich aus Zeitgründen das meiste in Auktionen ab 1 Euro angeboten hatte. Vieles schmiss ich auch einfach weg, weil es keinen Verkaufswert hatte. Doch bei Maik kam das alles nicht an, das fühlte ich deutlich. Für ihn hat das alles einen sehr hohen Wert und er wird nichts für 1 Euro anbieten. Mir kann das ja egal sein, ist es auch. Umgekehrt bin ich sooo froh, dass ich nicht zwischen all diesem Schrott hausen muss. Ich hatte ja schon zu viel beim Anblick, aber wenn ich das alles jetzt auch noch loswerden müsste, würde ich mir unter dem Dach etwas Platz frei räumen und mich dort aufhängen. Aber erst, wenn ich wieder die Kraft gehabt hätte, eine Leiter hoch zu klettern…

Um 1 Uhr nachts war ich wieder beim Corsa und wäre fast beim Aussteigen aus dem Lastwagen auf die Schnauze gefallen, weil meine Beine nichts mehr tragen wollten, nichtmal mehr mich. Zuhause angekommen machte ich Maik ein sehr faires Angebot für den Düdo, schließlich hätte ich noch haufenweise Arbeit und auch einiges an Geld reinstecken müssen. Ein paar Tage später kam ein Gegenangebot, für das man einen Kleintransporter mit TÜV hätte kaufen können. Völlig uninteressant, an so einem Düdo sind schließlich nirgendwo Goldbeschläge verbaut.

Gestern bekam ich dann die Nachricht, dass der Düdo fertig beladen wäre und umgeparkt sei. Prima! So konnte ich heute bei einer Einkaufstour schnell hinfahren und gleich noch die Batterie mitnehmen. Ich hab mich beim Düdo mit ein paar letzten Streicheleinheiten verabschiedet und ihm viel Glück für seinen weiteren Werdegang gewünscht. Hoffentlich steht der nicht nochmal drei Jahre ohne Zuwendung im Regen. Doch das wird er, ziemlich sicher sogar.

Vorhin schrieb ich Maik, dass mein Kaufangebot nicht mehr gilt, auch wenn es für ihn sowieso uninteressant gewesen wäre. Ich bin jetzt garantiert (wieder mal) der Böse (und komme in die Schublade zu den ehemaligen Hausvermietern), weil ich für den Wagen nicht genug bezahlen wollte und mir dann auch noch die Batterie „einfach so“ geholt habe. Meine fast 20 Stunden Arbeit zählen dann nichts mehr. Aber damit kann ich leben. Allein die Geschichte war all die Mühen wert. Wenn es mir mal wieder so richtig dreckig geht, werde ich mir diese Zeilen durchlesen und mir sagen, dass alles viel schlimmer sein könnte. 🙂

8 Kommentare

    1. Hi Martin!
      Welche der beiden Seiten passiert Dir? Dass Du Müll anhäufst oder „spezielle“ Menschen kennen lernst? 😉
      Ich finde die Story auch einfach nur interessant, ärgere mich nicht darüber oder so. Hätte ich nicht gewollt, hätte ich es nicht gemacht. Fühlt sich für mich immer noch gut an, es wenigstens versucht zu haben.
      Viele Grüße!
      Stephan

    1. Hi Brenzel!
      Ach Du, alles gut. Ich wollte helfen und mehr stand nicht an. Ich habe vermutlich echt Glück, dass ich jetzt nicht noch einen Düdo schweißen muss. ?
      Viele Grüße!
      Stephan

  1. Hallo Petsi,

    also normalerweise lese ich lange Texte nicht so gern, aber hier blieb ich förmlich dran kleben. Man hätte fast meinen können, du machst eine Außenstelle vom Trödeltrupp auf ? Wir haben auch noch eine volle Lagerhalle, bist du uns schon böse? ?

    Dir trotzdem noch viel Spass, bin immer richtig begeistert von den Schweißkünsten – weiter so!

    LG von den Zäpfchens

    1. Hallo Ihr Zäpfchens!
      Ich bin niemandem böse, nur weil er Kram hortet. Dafür kenne ich das selber einfach viel zu gut. Wenn ich mir meine Halle anschaue, finde ich auch diversen Krempel darin. Ja selbst in den Kisten, die im Düdo mitfuhren, war (ist!) mehr, als zum leben nötig war. Mich fasziniert es nur, für wie wertvoll man manches davon erachtet. Und selbst davon kann ich mich teilweise nicht frei sprechen. Allerdings beobachte ich die oben erwähnten Personen im Auktionshaus und staune über die angesetzten Preise. Z.B. alte Cassettendecks für 100-200 Euro und alte kleine Lautsprecherboxen für 200 Euro. Da geht es nicht darum, die 2736 Kisten und Kartons los zu werden, um sich danach wenigstens im Haus bewegen zu können. Die beiden sehen keinen Zeitwert, sondern orientieren sich am Neupreis und scheinen diesen auch wieder erzielen zu wollen. Ich finde das spannend, denn Maik will zu Weihnachten am Kamin sitzen, doch der Kamin wird bis dahin nicht annähernd frei geschaufelt sein. (Wobei, er hatte keine Jahreszahl genannt… 😉 ) Derzeit laufen sage und schreibe 15 Angebote im Auktionshaus – und es handelt sich nicht etwa um 15 gefüllte Kisten, sondern einzelnen Kleinscheiß. Mit 91,5% im Bewertungsprofil kann man sich auch denken, mit welchem Elan die an die Kaufabwicklung und den Versand ran gehen. Spannend, einfach nur spannend. Ich bin aus der Nummer raus, habe mich verabschiedet und stehe für keine weiteren Aktionen mehr zur Verfügung. Ich mochte die beiden, aber es sind leider einfach nur Krafträuber.

      Danke für die Blumen in puncto „Schweißkünstler“! Leider wird mein Tun nicht immer angemessen gewürdigt und daher habe ich nun wieder viel mehr Platz in der Halle. Dass ich dadurch auch wieder zum Bösewicht werde, ist mir ehrlich gesagt inzwischen völlig egal. Manche Menschen sind einfach Frohnaturen, eigentlich beneidenswert. Wenn das nur nicht anderen so schaden würde…

      Wow, ein Kommentarroman… 😀

      Viele Grüße!
      Stephan

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