Multitasking

Blog hinkt total hinterher, aber ich muss meine wenige Kraft auf das Wesentliche konzentrieren, also momentan das liebe Geld verdienen, damit ich meinen Koffer bauen kann.

Heute ergab sich für mich, dass ich wohl auch noch ins Küchenbaugeschäft einsteige. Ich hatte ja schon öfters mal ausgeholfen, so auch die letzten zwei Nachmittage bis in die Nächte. Tja und jetzt kam heute eine Neuerung bei Michal, auf die ich nicht näher eingehe, die jedenfalls für ihn nicht gerade vorteilhaft ist, die wir aber umgekehrt als Chance nutzen können – und wollen. Die Idee war nicht auf meinem Mist gewachsen, aber ich bin da jetzt erstmal involviert. Die Pläne sind groß und die Voraussetzungen hier sind gut. Okay, ausreichend. Aber machbar. Mehr wird noch nicht verraten. Ich muss nur schauen wie ich das alles mit dem Finanzamt geklärt bekomme. Ach ja, ich spiele auch wieder mit dem Gedanken, ein Gewerbe anzumelden. Noch eine Aktivität. Aber nicht gleich. 😉

Heute auch endlich mal wieder „etwas“ Bertha. Die Ecke vorne ist schon mal wieder Blech und sieht auch nicht ganz so schlimm aus, wie ich zunächst befürchtete. Mit dem Schweißgerät bin ich sehr zufrieden, es lässt sich stufenlos regeln und spricht auf diese Einstellung auch sehr fein an, ist also nicht nur Attrappe – im Gegensatz zur Ampéreanzeige (-da war’s wieder!-). Auch der Drahtvorschub arbeitet sauber. Lediglich das MB15 Schlauchpaket wird keine 3 Berthas überleben. Es ist relativ dünn und flexibel, was an engen Stellen super ist. Aber die Ummantelung ist entsprechend weich und sieht jetzt schon ganz schön mitgenommen aus. So sah das Binzel meines Rehm nach 15 Jahren Nutzung nicht aus! Naja, das Billigschlauchpaket mit Euro-Anschluss kostet 35 Euro, das kleine Binzel in 4m Länge liegt um 70 Euro, auch bezahlbar. Irgendwie bin ich jetzt von Bertha abgeschweift. 4 Bleche sind bestellt, hatte ich das erwähnt? Ein hinterer Radlauf, das hintere Stück des linken vorderen Radlaufs, ein Schwellerblech und der rechte Lampentopf. Unter anderem deswegen das eigene Gewerbe. Nicht ablenken! Jedenfalls müsste ich nach meiner Planung die nächsten Tage endlich mal wieder viel Zeit für Bertha haben.

Parallel läuft als kleines Nebenprojekt noch die Überholung der Laufrollen der Hallentore. Die Dinger gehen stellenweise dermaßen schwer, dass man selbst mit über 100 Kilo Kampfgewicht stellenweise wie ein Rippchen an der Gabel hängt. Manchmal gehen sie auf, aber nicht mehr zu, das nervt alles nur noch. Im Sommer muss ich die auf und zu bekommen, sonst ersticke ich oder werde dampfgegart oder so… 😀 Als einfachste Lösung kam mir eine Hülse und eine Batterie von 5 Kugellagern in den Sinn. Bei 1,20 Euro pro Lager musste ich nicht lange überlegen, selbst bei 3 Toren. Wenn der Umbau bei mir funktioniert, kommen nach und nach die anderen Hallen auch dran.

Bei dem Online-Kugelllagerladen fand ich auch eine Laufrolle, die unten in die Schiebetür meines Düdo passen müsste – mit etwas Basteln halt. Der originale „Laufwagen“ (also ne Schraube mit ner kugelgelagerten Rolle dran) ist schweineteuer und keine Option.

Vom Gassi zurück, sah ich eine Gestalt unter dem Dach vor dem Hauptgebäude an der Rampe stehen. Ich brachte Happy rein und ging durch die Küchenbauwerkstatt zur Rampe. Ein dunkelhäutiger Junge, vielleicht 16-18 Jahre, stand da und sah nicht glücklich aus. Irgendwie wirkte er unentschlossen, was er tun sollte, das war auch mein erster Eindruck gewesen, als ich noch dachte, er wollte zu Michal und fände im Dunkel den Eingang nicht. Ich fragte ihn, ob ich ihm helfen könnte. Erst verstand er mich nicht, meine Schuld, wieder zu schnell geschlewwert. 😀
Zug verpasst. Mist, war der letzte, laut Internet geht um 5:15 Uhr wieder einer. Nach Kaiserslautern konnte ich ihn aber auch nicht mehr fahren, bzw. ich hätte garantiert noch gekonnt, aber der Gesetzgeber hätte dieses Vorhaben nicht gemocht. War nur Cola-Bier, aber halt. Er konnte aber auch nirgendwo hin und auch niemanden als Chauffeur ordern. Ich bot ihm eine Luftmatratze und einen Schlafsack an. Er stutzte, war aber nicht abgeneigt. Als ich ihm sagte, dass es noch leere Zimmer gibt und er gerne da übernachten könnte, zögerte er nicht mehr. Kompressor, Luftmatratze, ich hatte vor meiner Geburtstagsfeier ja schon mal geübt und so ging das ruckzuck. Essen wollte Abdi nichts, Hund war ihm auch suspekt, aber wirklich Angst hatte er nicht. Er bekam noch eine kurze „Wohnung“sführung nach Hansimanier (liebe Grüße!) und schon war er glücklich. Und ich auch. Der arme Kerl hätte sich wahrscheinlich unter der Rampe eingekauert, bei momentan gut 12 Grad bestimmt kein Spaß. Er hatte auch nicht gerade die entsprechenden Klamotten an, von Speck auf den Rippen reden wir lieber garnicht. Ich denke damit ein klares Statement abzugeben: Mensch ist Mensch, egal welche Farbe!

Jetzt habe ich also eine Schrauberhalle mit Großberthastelle, einen Schweißerjob, einen Hausmeisterjob, einen Küchenbaujob, vor Letzterem noch eine Heizungsbauerlehre vor mir und betreibe ein Obdachlosenheim. Ich merke schon, das wird wieder so ein „schweizer“ Sommer… 😀

Bilder gibt es heute wieder mal nicht, sorry. Vergessen zu machen… 😀


Nachtrag:

…immerhin 1 Bild… 😉

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